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 16.08.2009 - 07.09.2009

 1.156 km

11.600 Hm

   

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm Tour Übernachtung
16.08.2009 34 34 70  70  Lissabon - Montijo Tryp Montijo Parque Hotel
17.08.2009 71 105 300 370 Montijo - Marinhais Camping Marinhais
18.08.2009 62 167 200 570 Marinhais - Golega Camping Golega 
19.08.2009 73  240 630 1.200 Golega - Foz de Alge Camping Foz de Alge
20.08.2009 85  325 1.100  2.300 Foz de Alge - Coimbra  Camping Coimbra
21.08.2009 44 369 100 2.400 Coimbra - Furadouro  Camping Furadouro
22.08.2009 46 415 200 2.600 Firadouro - Porto Hotel Da Bolsa
23.08.2009 57 472 300 2.900 Porto - Estela Camping Estela
24.08.2009 25 497 150 3.050 Estela - Tui Habitaciones Scala
25.08.2009 43 540 500 3.550 Tui - Pontevedra Pilgerherberge
26.08.2009 25 565  350 3.900 Pontevedra - S.d. Compostela Hostal San Juan
27.08.2009 59 624 900 4.800 S.d. Compostela - Sobrado Pilgerherberge 
28.08.2009 66 690 1.000  5.800  Sobrado - Vilalba Hotel Villarmartin
29.08.2009 72 761  700 6.500  Vilalba - Ribadeo Camping Pilgerherberge 
30.08.2009 50 811 600 7.100 Ribadeo - Puerto de Vega Camping Puerto de Vega
31.08.2009 20 831 300 7.400 Puerto de Vega - Gijon   Camping Gijon
01.09.2009 52 883 700 8.100 Gijon - La Isla Pilgerherberge 
02.09.2009 63 946 600 8.700 La Isla - Llanes Camping Llanes
03.09.2009 46 992 700 9.400 Llanes - Comillas Camping Comillas
04.09.2009 50 1.042 800 10.200  Comillas - Guemes Pilgerherberge
05.09.2009 58  1.100  700 10.900 Guemes - Castro Urdiales Camping
06.09.2009 56 1.156 700 11.600 Castro Urdiales - Bilbao Pension Arias
07.09.2009 0 1.156  0 11.600  Heimreise keine

  

Die Überschrift dieses Kapitels wird so manchen Leser an ein in Deutschland sehr weit verbreitetes Buch erinnern. Die Rede ist hier von Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“.

Kerkeling beschreibt in diesem Buch sehr eindrucksvoll die Erlebnisse seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela im Jahr 2001. Er wählte für seine Wanderung den Camino Frances und musste sich wie alle Pilger mit den physischen und psychischen Anforderungen einer solchen Reise auseinandersetzen. Seit der Veröffentlichung des Buches (2006) zeigt die Statistik der in Santiago de Compostela ankommenden Pilger eine überdurchschnittliche Zunahme der Gruppe deutscher Pilger. Im Jahr 2007 waren es 71% mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs entsprach damit dem Anstieg der sieben vorausgegangenen Jahre. Aber warum schreibe ich das hier?

Bei der Planung unseres eigenen Pilgerweges wurde uns klar, dass die Zunahme auch negative Auswirkungen haben mußte. Da die meisten Pilger auf dem Camino Frances unterwegs sein würden, graute uns davor abends bei der Ankunft in einer der Herbergen um einen Schlafplatz „kämpfen“ zu müssen.  Unserer Vorstellungen gingen dahin, überwiegend im Zelt zu übernachten und hin und wieder auf Herbergen und Pensionen zurückzugreifen. 

Bei weiteren Internetrecherchen stießen wir auf zwei Alternativstrecken, die vom Umfang her in den uns zur Verfügung stehenden drei Wochen per Rad machbar waren, gleichzeitig aber nicht so stark frequentiert waren. Unsere Wahl fiel auf den Camino Portugués, den alten Pilgerweg von Lissabon nach Santiago de Compostela. Von Santiago aus wollten wir dann auf dem Camino de la Costa bis nach Bilbao radeln. Eine Gesamtstrecke von 1350 km

Die Flüge von Köln nach Lissabon und von Bilbao nach Düsseldorf konnten wir per Internet buchen. Die Kartons zum Transport der Räder erhielten wir wie schon in den Vorjahren von einem großen Fahrradhändler in der Nähe unseres Wohnortes. Für den Rücktransport fanden wir in  Bilbao einen Bikeshop ( www.maestrebilbao.com ), dessen Inhaber sich freundlicherweise bereit erklärte, uns Kartons zur Verfügung zu stellen. Die GPS-Tracks der Pilgerwege entdeckten wir im Internet auf der spanischen Seite www.caminosantiago2010.es . Die Vorbereitungen waren damit im Wesentlichen abgeschlossen. Nun mußten wir noch den Pilgerstatus erlangen. Unsere Pilgerausweise (Credencial del Peregrino) hatten wir bei folgender Adresse für 5,- € + 1,45 € Versandkosten bestellt:

Stiftung Haus St. Jakobus,
Kapellenberg 58,
89610 Oberdischingen

Etwa drei Wochen später, noch im Frühjahr, hielten wir sie in unseren Händen, die Credencial del Peregrino, die unser ständiger Begleiter sein würde. Auf der Rückseite des Pilgerausweises befindet sich eine Grafik, die die einzelnen Pilgerwege sehr anschaulich darstellt.

 

 

Danach durften wir noch lange warten. Starttermin war der 16.08.2009, der Tag, ab dem unsere Kinder auf Fragen nach unserer Person nur eine Anwort kannten: „Die sind dann mal weg!“

 

1529.4 km, 00:00:00