07. Tag: Füssen - Bad Heilbrunn

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 07.07.2017 87 430 760 5.302  Hotel Reindlschmiede/Bad Heilbrunn

 

Die Altstadt von Füssen hatte uns am Abend zuvor sehr gefallen, den alten Kern hatten wir uns angesehen, nur am Schloss waren wir noch nicht gewesen. An unserem 7. Tag trafen wir morgens die Entscheidung, zunächst noch zum Schloss hoch zu radeln, bevor wir den Ort verließen und nach Nordosten unsere Tour fortsetzten.

Wie man auf den Fotos sehen kann, ist der Innenhof des Prunkbaus recht beeindruckend. Die Fassaden wurden mit aufgemalten Erkern versehen, man muss schon sehr genau hinschauen, um zu erkennen, dass das keine tatsächlichen herausragenden gemauerten Erker sind.

Danach radelten wir über leicht hügeliges Terrain bei wunderschönem Wetter weiter zur Wieskirche, die wir auf den letzten drei Kilometern über einen Stichweg erreichten.

Die Wieskirche ist eine sehr prächtig ausgestattete Wallfahrtskirche, wobei der Patron der Kirche der Heilige Josef ist. Sie steht im Ortsteil Wies, der zur bayrischen Gemeinde Steingaden gehört. Allgemein wird die Kirche immer Wieskirche genannt, der offizielle Name lautet „Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland“. Sehr alt ist die Kirche eigentlich nicht, sie geht auf eine Wallfahrt zurück, die es um 1739 gab. Diese Wallfahrt entstand aus der Verehrung einer Statue, die in den Jahren 1732-1734 bei den Karfreitagsprozessionen mitgetragen wurde. 1738 kam diese Statue in den Besitz der Bäuerin Maria Lory, die eines Tages bemerkte, dass eine Flüssigkeit aus den Augen der Statue tropfte. Sie hielt diese für Tränen und so nahm die Geschichte der Wallfahrtskirche ihren Lauf. Bereits ein Jahr später wurde eine kleine Feldkapelle errichtet, 1744 dann die Erlaubnis eingeholt, dort Messen zu lesen. Die heutige Wieskirche entstand in den Jahren 1745 bis 1754, von den Brüdern Johann Baptist und Dominikus Zimmermann wurde sie im Rokoko Stil erbaut.

Den Stichweg radelten wir nach der Besichtigung zurück, folgten dann aber unserem Track in Richtung Osten. Sehr schöne Wiesen und Wälder durchquerten wir, bis wir am Wegrand rechts von uns auf das Forsthaus Unternogg trafen. Eine ideale Gelegenheit, um uns zu stärken und unsere Wasserflaschen zu füllen.

Unser weiterer Weg führte uns durch die Orte Saulgrub und Bad Kohlgrub, wobei es hinter Bad Kohlgrub auf dem Weg nach Murnau am Staffelsee leider an der Bundestraße entlangging. Dort gab es keinen Radweg und eine alternative Strecke in akzeptabler Nähe gab es auch nicht. Wir nutzten die Situation, um auf der glatten Straße ein wenig „Tempo zu bolzen“, kamen dadurch natürlich recht zügig voran. Bereits um die Mittagszeit saßen wir draußen vor einem Cafe in der Innenstadt von Murnau und schauten dem geschäftigen Treiben der Touristen und Murnauer Einwohner zu.

Vor der Ankunft an unserem tollen Hotel Reindlschmiede nah dem kleinen Ort Bad Heilbrunn mussten wir leider noch einmal auf eine stark befahrene Straße, nach wenigen Kilometern hatten wir aber auch diesen Streckenabschnitt geschafft. Danach ging es nur noch auf kleinen Straßen wieder im Loisachtal weiter bis zum Hotel.

Das Hotel Reindlschmiede zeigte sich bei unserer Ankunft als großes Hotel. So etwas hatten wir auf dem Lande gar nicht erwartet, top eingerichtet, mit tollem Biergarten, hervorragender Küche, großen Zimmern und überhaupt nicht voll. Das Hotel bestand aus einem älteren Teil mit sehr schönem Biergarten und dem neueren erheblich größeren Teil, in dem gerade eine Hochzeit vorbereitet wurde. Alles hatte einen gehobenen Standard.

Nach dem Bezug der Zimmer machten wir es uns im Biergarten gemütlich. Eine Besonderheit gab es neben dem leckeren Essen, ein leckeres „Urige Hoibe“ wurde in vorgekühlten Bierkrügen serviert.

 

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