21. Tag: Navarrenx - St-Jean-Pied-du-Port

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 16.09.2016  59  2.040  843  13.036  Camping Municipal in Ortsmitte

 

Den Campingplatz in Navarrenx verließ ich schon fast ungern, so sehr hatte es mir dort gefallen. Am Abend zuvor hatte ich meinen Powerpack (Akku) in der Rezeption zum Laden abgegeben, nun konnte ich ihn vollgeladen abholen.

In der Nacht hatte es noch einmal kurz geregnet, bei meinem Start waren aber keine Regenwolken mehr zu sehen. Ich verabschiedete mich noch von dem netten Platzbesitzer und radelte in den Ort. Zwei letzte Fotos von der Brücke und einer Hinweistafel und schon war Navarrenx sehr schnell nicht mehr zu sehen.

Der Tag war geprägt durch viele herrliche Blicke auf die Hügelketten der Pyrenäen. An Bauerhöfen vorbei, näherte ich mich auf kleinen einsamen Wegen unaufhaltsam dem Startort des Camino Frances in den französischen Pyrenäen. Zweimal musste ich an dem Tag schieben, weil es einfach zu steil war, außer der tollen Landschaft gab es unterwegs nicht viel zu sehen.

Meinen einzigen Stopp hatte ich an dem Tag an einer Bar in dem winzigen Ort Lohitzun-Oyhercq . Dort gab es eine kalte Cola und weiter ging es.

An dem Tag summierten sich bis zur Ankunft in St. Jean-Pied-du-Port noch 800 Höhenmeter auf, bei 59 km Gesamttagesstrecke war das aber kein Problem. Bis zu bei meiner Ankunft in dem alten Pilgerort hatte das Wetter gehalten, 5 km vor dem Ziel musste ich mich dann einmal unterstellen. Mit fast trockener Jacke kam ich ins Ziel.  

Der Campingplatz Municipal Plaza Berri ist eher einfach gehalten, hat aber den Vorteil, sich direkt im Ortszentrum zu befinden. Bei meiner Ankunft war die winzige Rezeption gar nicht besetzt, also suchte ich mir einen Stellplatz und baute mein Zelt auf.

Später im Ort lernte ich Dieter Rohr kennen, einen Radler aus Basel, ebenfalls auf dem Weg nach Santiago. Er hatte insgesamt mehr Zeit für seinen Weg nach Santiago eingeplant und war noch unentschlossen bezüglich seines Übernachtungsortes. Später traf ich ihn dann auf dem Campingplatz an seinem bereits aufgebauten Zelt, die Entscheidung warzugunsten seines Zeltes gefallen.

Die Scharen an Pilger machten mich an dem Tag „fast schwindelig“, so viele Pilger strömten durch die Gassen. Zum Fotografieren fehlte einfach die Sonne und die Wettervorhersage für den nächsten Tag fiel nicht gerade rosig aus. An dem Tag ging ich noch in einer Pizzeria essen, bekam einen ersten Eindruck vom Ort und verbrachte den späteren Abend am Zelt.

Den Ort wollte ich mir einen Tag später genauer anschauen, mit Regenjacke und kurz entschlossen gekauftem kleinen Faltregenschirm sollte dies möglich sein. Der Folgetag sollte mein zweiter Pausentag werden, über den Ibanetapass im Regen zu fahren, machte einfach keinen Sinn.

Drei Wochen war ich nun einschließlich einem Tag Pause in Le-Puy-en-Velay unterwegs. In 20 Radtagen hatte ich eine sportliche Leistung von 2.040 km hingelegt. Ich konnte sehr zufrieden sein und auf der weiteren Strecke waren die Tagesetappen auch noch kürzer.

 

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