Wer zweimal mit dem Rad in Santiago de Compostela war, der muss natürlich noch ein drittes mal hin und am besten von zu Hause aus. So dachte ich im Winter 2015, als ich mir die Fotos der früheren Pilgertouren (2009 und 2011) vom Camino Portugués, dem Camino del Norte und der Via de la Plata noch einmal ansah. Die wunderschönen zum größten Teil ruhigen Strecken nach Santiago, die gemeinsamen Erlebnisse mit anderen Pilgern,die Ankunft vor der Kathedrale und die Pilgermesse hatten starke Erinnerungen hinterlassen.

Und dann gab es da noch die um Weihnachten 2015 im Kino angelaufene Verfilmung des Buches "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Das Buch hatte ich Jahre zuvor gelesen. Es ist ganz witzig geschrieben, Hape erzählt dort von seinen Erlebnissen auf dem Camino, von den Menschen die er traf und von seinem inneren Schweinehund, der immer wieder zu überwinden war. Der Film war spritzig und recht gut gemacht. Mit Devid Striesow in der Hauptrolle hätte man keinen besseren Schauspieler finden können, die dargestellten Szenen wirkten authentisch und die Landschaftsaufnahmen waren einfach toll. Die beiden Schauspielerinnen Martina Gedeck als zurückhaltende Stella und Karoline Schuch in der Rolle der taffen Journalistin Lena rundeten den Film so richtig ab. 

Von zu Hause aus mit dem Rad nach Santiago de Compostela ergibt eine Gesamtstrecke von ca. 2.800 km auf teilweise hügeligem Terrain. Die Tour war nach ersten groben Recherchen in 34 Tagen machbar, wobei durchschnittlich mit 700 Höhenmeter pro Tag zu rechnen war. Unterkünfte wie Zeltplätze, Herbergen und Hostals gab es reichlich am Weg, so dass eine Suche nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten nicht notwendig wird. 

Die ursprüngliche Idee in 2016 durch Südschweden zu radeln war aus familiären Gründen im Hochsommer 2016 nicht möglich, jedoch zeitlich später in den Süden zu starten, da gab es kein Problem.

Weitere Infos über die geplante Tour nach Santiago de Compostela findet ihr inzwischen in der Rubrik "Radtouren/ Reiseberichte".