25. Tag: Estela/Lizzara - Logrono

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 20.09.2016  50 + 7  2.224  698  15.890  Camping La Playa

 

 

Ich hatte doch tatsächlich bis kurz vor 08:00 Uhr durchgeschlafen. Hinter meinen Zeltplatz, jenseits der angrenzenden Hecke verlief der Pilgerweg. Dort plapperten schon einige weibliche Pilger ziemlich laut drauf los, ein Wunder, dass ich noch nicht früher aufgewacht war.

An dem Tag gab es nicht viel Besonderes. Mal fuhr ich eine Herberge an und holte mir einen Stempel für mein Credential, dann ging es wieder über die Hügel. Den Originalpilgerweg zu radeln, hatte ich aufgrund der Erfahrung vom Vortag fast aufgegeben. Anderseits fuhren auf der Nationalstraße kaum Autos, sie störten nicht.

Unterwegs radelte ich eine kurze Zeit mit einem niederländischen Pärchen, das auch von zu Hause aus unterwegs war. Später traf ich noch zwei junge Deutsche aus Emmerich auf Rädern, mit denen ich mich eine ganze Zeit unterhielt.

Die Landschaft war überwiegend gleichförmig. Etwas trockene Getreidefelder, Weinreben und Felder mir trockenen Gräsern wechselten sich ab. In Los Arcos und Biana / Viana machte ich an einer Pilgerherberge und im Zentrum eine kurze Pause, ansonsten radelte ich die Strecke fast durch.

Die Tagesetappe war mit 50 km relativ kurz. Bereits um 13:00 traf ich in Logrono ein. Der Campingplatz La Playa liegt auf der Nordseite der Stadt direkt am Rio Ebro, ich musste also nicht erst noch durch das Zentrum durch. Der Campingplatz war nicht schlecht. Was etwas störte war die Tatsache, dass es dort auf den Stellplätzen keinen Rasen gab. Zum ersten Mal musste ich die mitgenommene Schutzfolie unter das Hilleberg Zelt legen, weil der Boden sehr hart und etwas steinig war.  

Am Nachmittag radelte ich in den Ort und schaute mir das Zentrum an. Der Weg dorthin führte einfach am Rio Ebro entlang über eine Rad- und Fußgängerbrücke direkt bis ins Zentrum hinein.

Logrono ist nicht grade klein! Mit über 150.000 Einwohnern ist sie schon eine der größten in der Region. Die Hauptstadt der Region Rioja ist für seinen guten Wein bekannt. Die Altstadt mit ihren unzähligen Bars bietet eine gute Möglichkeit, die Weine der bekanntesten Weinanbauregion zu probieren.

Logrono hat eine sehr lange Geschichte! Bereits die Römer bauten dort eine erste Brücke über den Ebro, noch bevor die Mauren kamen. Nach deren Vertreibung erhielt der Ort zum Ende des 10. Jahrhunderts Stadtrechte. Eine neue Brücke machte Logrono später zu einer der wichtigen Stationen der Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela. Sehenswert sind heute die Iglesia de Santiago el Real, der Plaza del Mercado und die Bars und Restaurants in der Umgebung des Calle San Agustin. 

Ebenso wie in Pamplona genoss ich den Nachmittag und frühen Abend in der Stadt, machte viele Fotos und schaute dem Treiben der Menschen zu. Am frühen Abend radelte ich dann wieder zum Campingplatz. Und dort gab es noch eine kleine Überraschung, neben meinem Zelt stand das Zelt der jungen Burschen aus Emmerich. Viele Alternativen gab es in Logrono ja auch nicht. Insofern war dieses Treffen keine große Überraschung, sofern man sich für eine Campingplatzübernachtung entschied. Die beiden waren sehr nett. Da sie noch zum Lidl wollten und mir Batterien für mein Garmin fehlten, brachten sie sie mir einfach mit.

 

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