Alte Erinnerungen wurden in Büsam wach, danach ging es weiter nach St. Peter Ording   

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 26.06.2015  96 + 7  825  120  1360  Camping Biehl Sankt Peter Ording

 

Am Abend zuvor hatte ich noch ein längeres Gespräch mit Joachim einem Radler aus Wuppertal und einem Orgelbauer aus Rendsburg. Während Joachim eine ähnliche Tour wie ich fuhr, war der Orgelbauer beruflich im Ort. Er hatte einiges an der Orgel der Kirche in Brunsbüttel zu tun. Wir verabschiedetenn uns an dem Morgen herzlich, nicht wissend, dass ich Joachim am Campingplatz Biehl in St. Peter Ording am selben Abend wieder traf.

Die ersten Kilometer nördlich von Brunsbüttel verlief meine Strecke durch endlos erscheinende Wiesen. Außer Kühen und ein paar winzige Orte gab es da wenig zu sehen. Interessanter wurde es wieder am Meer. 

Mehrere Male musste ich auf die Meerseite des Deiches wechseln, mit der Konsequenz, dass dort die Schafe weideten. So langsam wurde ich ein Meister im Schafsköttel umfahren. Mit dem Vorderrad meines Fahrrades war das ja noch einfach, dahinter lief aber der Hänger mit doppelter Spur. Irgendwie gelang es mir einigermaßen sauber nach Büsum zu kommen. Einen Sturz hatte ich auch nicht zu verzeichnen, wobei das durchaus denkbar war, weil manche Schafe sich einfach nicht von der Stelle bewegten.

In Büsum wurden alte Erinnerungen wach, vor vielen Jahren hatten wir als die Kinder noch klein waren unseren Familienurlaub dort verbracht. Die Kinder hatten damals reichlich Spaß daran, den in Büsum neu gekauften Drachen steigen lassen. Am Hafen stärkte ich mich ein wenig, bevor es durch die Einkaufsstraße weiter in Richtung Norden ging. Bis St. Peter Ording waren noch ca. 35 km zu radeln, es war erst 11:00 Uhr, insofern gab es kein zeitliches Problem.

Nördlich von Büsum trifft man am Meer unweigerlich auf das Eider Stauwerk, dasst schon ein gewaltiges Bauwerk ist. Viele Touristen fahren aber nicht nur wegen des Bauwerks dorthin, sie besichtigten dort im Watt auch die Brutstätten der Eiderenten.

Eine kurze Pause gab es noch an einer Deichkaate, auf deren Terasse ich eine Apfelschorle trank, danach ging es auf der Meerseite des Deiches weiter zwischen den weidenden Schafne hindurch nach st. Peter Ording.

Die weit ins Wattenmeer gebaute Holzbrücke war schon frühzeitig  zu sehen. Fünfzehn Minuten später stand ich im Ort und staunte nicht schlecht, welche Massen an Touristen dort unterwegs waren. Ein paar Fotos und schon ging es weiter zum drei Kilometer nördlich vom Ort liegenden Campingplatz. Der Platz ist qualitativ sehr gut ausgestattet, kostete aber auch 17,50 Euro, was ich deutlich zu viel fand.

Gespräche über meine Tour gab es an dem Tag reichlich, immer wieder wurde ich auf meinen Hänger angesprochen, der halt für viele irgendwie nicht in ihre eigenen Vorstellungen passt. Aber das kannte ich ja schon von meiner Tour drei Jahre zuvor nach Rom.