Etwas nervige Bauern und über die Elbe nach Brunsbüttel

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 25.06.2015  102 + 5  722  120  1240  Camping Elbdeich Brunsbüttel

 

Die Temperaturen waren schon in der Nacht merklich gestiegen! Schon beim Aufstehen keinen Flies anziehen zu müssen hatte schon was. Das Zelt war absolut trocken und der Tag würde von der Wetterlage her betrachtet der schönste Tag der ersten acht Tage werden. Morgens war es noch etwas dunstig, zuim Mittag hin als ich über die Elbe nach Glückstadt fuhr kam nur noch blauer Himmel pur.

Auf den ersten 10 Kilometern bis Cuxhaven sah ich viele leere Strände mit verweisten Strandkörbe, einige Jogger waren unterwegs, ansonsten herrschte absolute Ruhe. Im Fischereihafen von Cuxhaven wurde es wie schon in Bremerhaven etwas nervig, auf die großen Lastwagen aufzupassen. Unvorstellbar, welche Mengen an Gütern an solchen Umschlagplätzen auf die Straßen gesetzt wurden.

Mein Track war im östlichen Gewerbegebiet nicht ganz korrekt. In derr Annahme einen kleinen Stichweg auf den Deich fahren zu können fuhr ich 500 m in das Gewerbegebiet. Dot ging es aber absolut nicht weiter, aus dem Grund musste ich die Strecke zurückfahren.

Endlich wieder am Deich kam ich etwas später an der "Dicken Berta" vorbei, ein ehemaliger Leuchturm, der zu bestimmten Zeiten besichtigt werden konnte.

Und dann kam der Bereich, indem es etwas nervig wurde. Immer auf dem ausgeschilderten Radweg unterwegs, stand ich mehrmals vor abgeschlossenen Gattern, ich musst also zurück um auf der anderen Deichseite weiterzufahren. Für welche Deichseite ich mich auch entschied, es war immer falsch, spätestens 2 bis 3 km weiter stand ich wieder vor dem nächsten Tor. Ich musste zwar immer nur wenige hundert Meter zurück um wieder die Seite zu wechseln, nervig war das aber schon. Was dachten sich die Bauern dabei? Die weidenden Schafe konnten nicht der Grund sein, im Bereich der Tore waren im Boden Stahlroste eingelassen. Die Tore hätten offen stehen können und kein Schaf würde über das Rost entrinnen.

Kurz vor der Überquerung des Flusses Oste stand ich wieder vor so einem abgeschlossenen Tor. Ich musste einen Umweg von 2 - 3 km fahren um von der Südseite über die Oste zu fahren. Ein wenig Spaß hatte ich dort mit einem Monteur am Ostewehr. Eigentlich wäre er nur für die Elektrik zuständig, so seine Worte. Ein wenig Fett an der Mechanik wäre aber für die Funktion sehr gut. Er machte das wohl gerne, strahlte mich an und wünschte mir einen weiteren guten Weg. 

Bei dem Westwind kam ich mit meinem Gespann zügig voran, so dass ich bereits um 11:45 Uhr nach 70 km am Fähranleger der Fähre von Wischhafen nach Glückstadt stand. Eine Wartezeit gab es nicht, die Fähre wurde gerade mit PKW´s und LKW beladen, ich konnte sofort ohne zu stoppen auf die Fähre radeln. Auf der Fähre kam ich kurz in ein nettes Gespräch mit einem etwa 70 jährigen Ehepaar. Sie waren bereits ca. 600 km mit den Rädern untewegs und mussten nur noch ein wenig an der Elbe entlang fahren um wieder zu Hause zu sein.

Die weitere Fahrt nach Brunsbüttel verlief problemlos. Nicht direkt an der Küste entlang führte meine Strecke an vielen Bauernhöfen vorbei. Links von mir zu sehen war noch das etwas bedrohlich wirkende Kernkraftwerk Brunsbüttel zu sehen, ansonsten gab es auf den 30 km nicht viel zu sehen.

Bei meiner Ankunft in Brunsbüttel ging es erst einmal kostenlos mit der Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal. Das die Fähre kostenlos war sollte noch aus den Zeiten des Baus stammen. Damals hatte Kaiser Wilhelm bereits festgelegt, dass die Fähren über den Kanal die Fahrzeuge und Menschen kostenlos transportieren sollten. So war es noch heute.

Der Campingplatz am Elbdeich liegt am Rande der Stadt, er ist sehr klein, entsprach aber genau meinen Vorstellungen. Es gibt keine große Rezeption (Anmeldung in einem Haus am Deich) und die Sanitäranlagen sind ok. Besser und ruhiger konnte ich es für die eine Nacht nicht antreffen.

Später musste ich noch einmal in die Stadt um fürs Frühstück einzukaufen, ansonsten war relaxen mit Blick auf die Elbemündung angesagt