Von Lübeck über Travemünde nach Boltenhagen an der Ostsee

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 19.07.2015  52   2.597  259  8.334  Camping Regenbogen Boltenhagen

 

Als wir an dem frühen Morgen in den Hinterhof der Jugendherberge sahen und unserer Räder ordnungsgemäß an ihrem Platz standen waren wir erst einmal froh. Der Hinterhof wurde erst abends spät verschlossen, so dass dort aufgrund eines angrenzenden Jugendzentrums fast immer was los war. Die Pausen zwischendurch waren aber so lang, dass jemand der mit böser Absicht ein Rad entwenden wollte, dieses problemlos bewerkstelligen konnte. Es war ja nichts passiert, um so besser unserer Reise konnte ohne Probleme weitergehen.

Die Wettervorhersage versprach für den Tag nichts gutes,. es sollte immer mal wieder regnen und so kam es auch. Wir verließen Lübeck auf dem Weg an der Bahnlinie entlang, an der ich zwei Tage zuvor noch nach Lübeck hinein geradelt war. Kurz vor Bad Schwartau schwenkte der Weg dann weiter südlich an Sereetz vorbei in Richtung Travemünde. Bis zum Fähranleger kamen wir fast trocken durch, danach goss es in Strömen. Gegenüber vom Fähranleger fanden wir ein Cafe, vor dem wir unter einen großen Schirm flüchteten. Dort trafen wir einige Radler, die auf demselben Weg unterwegs waren wie wir. Die meisten wollten an dem Tag noch bis Wismar radeln, unser Ziel war der Campingplatz in Boltenhagen.

Nach ca. 1 1/2 Stunden hörte es auf zu regnen. Die Fähre über die Trave ging regelmässig, so dass wir bereits kurze Zeit später auf der südlichen Seite des Hafens nach Nordosten radelten. Im Hafen bewunderten wir noch ein großes Segelschiff, und machten ein paar Fotos vom Hafen, danach radelten wir auf dem hügeligen Terrain immer nah an der See entlang weiter.

Kurz vor Boltenhagen auf einer kleinen Hügelkuppe gibt es ein schönes Cafe mit selbstgemachtem Kuchen. Das Cafe war bei der wackeligen Wetterlage der reinste Radlertreff. Wir unterhielten uns eine ganze Zeit mit ihnen, bevor es den Berg hinab zum Campingplatz ging.

An der Rezeption in Boltenhagen saß ein junger Mann, der sich laut eigener Auskunft noch nicht so gut auf dem Platz auskannte. Die Folge war, dass er uns einen Platz gab, der nicht nur klein war, sondern volltständig in einer Senke lag. Also zuerück zur Reception, der Zuweisung eines neuen Platzes war aber überhaupt kein Problem.

Dort lernten wir auch noch ein nettes Radlerpärchen kennen, die in Bonn lebten, wobei er aber ursprünglich aus Waltrop stammte. Sie waren zum ersten mal mit den Rädern und Zelt unterwegs, waren aber sehr begeistert von der Reiseform.

Ab Spätnachmittag schauten wir uns noch den Strand, die Seebrücke und ein wenig das Zentrum von Boltenhagen an. Dort fanden wir auch ein Cafe, in dem wir einen Tag später frühstücken wollten.