Später Start um die Mittagszeit, am Morgen hatte es zum ersten mal durchgeregnet   

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 09.07.2015  64  1.916  538  4.600  Kalovig Camping

 

Machmal freute man sich ja, wenn die Wettervorhersage nicht zu traf, es kam aber wie vorher gesagt, es goss den ganzen Morgen in Strömen. Ich schaffte es mein Zelt in einer winizgen Regenpause abzubauen und fuhr zu Rezeption. Gegenüber der Rezeption hatte ich ja am Vortag im TV-Raum gesessen und den Tagesbericht verfasst. Dort verbrachte ich den Morgen und schrieb die ersten Zeilen dieses Berichtes. Es galt abzuwarten, ob die Wetterlage wie angekündigt um die Mittagszeit besser würde. Bisher hatte ich in den drei Wochen zuvor viel Glück gehabt und die Regenjacke wegen Regens erst einmal angehabt. Bei kurzen Schauern hatte ich immer eine Unterstellmöglichkeit gefunden, bei Dauerregen über mehrere Stunden ging das natürlich nicht.

Während ich im TV-Raum saß, kam mir die Idee, doch mal in die Wetter App vom Deutschen Wetterdienst zu schauen. Das schöne an der App ist, dass sie das Regen Szenario relativ genau darrstellt und zwar auch für Dänemark. In dem Szenario konnte ich sehen, dass es bis 14:00 Uhr regnen würde. Wenn ich dann erst starten würde, wäre ich sehr spät im Ziel. Die Entscheidung fiel schnell, zehn Minuten später saß ich in Regenkleidung auf dem Rad und "quälte" mich gegen den Wind durch den Regen.

Auf der Strecke nach Kalovig schaffte ich es kaum ein paar Fotos zu machen, weil es nicht einfach war, einen trockenen Moment abzupassen. Wenn ich auf ein schönes Motiv traf, regnete es meist, war es mal kiurze Zeit trocken, war kein Motiv weit und breit zu sehen.

In dem Regen ging es auch noch bei Gegenwind über hügeliges Terrain, so dass mir die 64 km und 538 Höhenmeter an dem Tag durch aus reichten.

Bei der Ankunft am Campingplatz traf ich auf einen netten Menschen, den ich zum ersten mal am Elbdeich in Brunsbüttel kennengelernt hatte. Jochen hatte ich irgendwann an der Westküste verloren und jetzt durch Zufall wieder getroffen. Die Freude über das zufällige Wiedersehen war groß, kurze Zeit später stand mein Zelt auf demselben Rasenstück, wie das von Jochen.

Und dann riss um 14:00 Uhr doch tatsächlich der Himmel auf. das Zelt war binnen 15 Minuten trocken, weil der starke Wind einfach mitten durch blies.

So einen Tag gab es auf langen Radtouren immer wieder mal, ich war aber guter Dinge, zumal für den Folgetag Wetterbesserung angesagt war.