Ein Tag des Windes oder erste Kilometer nach Süden an der Ostsee entlang nach Asaa 

 Datum  km  Σ Km  Hm  Σ Hm  Übernachtung
 06.07.2015  87 + 2  1.682  217  3.336  Asaa Camping

 

Über den Tag ein paar Zeilen zu schreiben fiel mir richtig schwer, zum einen hatte sich wenig ereignet, darüber hinaus war die Fotoausbeute relativ gering. Zunächst musste ich an der Rezeption, ca. 10 Minuten warten weil ich etwas zu früh fertig war. Vor 8:00 Uhr lief da nichts und ich hatte noch noch nicht bezahlt. Das ging am Vorabend nicht, weil sie für die Duschen so ein hochmodernes Abrechnungsystem mit Karte hatten, d.h. das Duschen wurde tatsächlich nach konkreter Nutzungsdauer abberechnet.

Noch bevor ich Skagen verlies hielt ich an einer Autowerkstatt, an der ich zufällig vorbei kam. An der Befestigung des Gepäckträgers hatte ich bereits 2 Tage zuvor eine Schraube verloren und durch Kabelbinder ersetzt. Die Konstruktion hatte gut gehalten, es wurde aber Zeit den Originalzustand wieder herzustellen. Ein Monteur nahm sich des für ihn kleinen Problems an und schon war die Sache in 5 Minuten gelöst. Als ich ihn nach den Kosten fragte grinste er nur und winkte ab. Der Tag hatte damit erst einmal gut begonnen.

Die ersten 15 km ging es ja auf demselben Weg der Northsea Cycle Route zurück, den ich am Tag zuvor nach Skagen geradelt war, dann folgte ich nicht mehr der Nr. 1, sondern der Nr. 5, die Nr. 5 war die Ausschilderung für den Ostseeküstenradweg.

Was den Tag kennzeichnete, war ein massiver Wind mit 40-50 km/h, der aus Südwesten blies und dadurch reichlich an den Kräften zehrte. Die Strecke selber entäuschte mich ein wenig, weil sie viele Kilometer an einer Straße entlang führte. Der Radweg war zwar abgesetzt von den Fahrspuren der PKW, schöner wurde er dadurch aber auch nicht. Man konnte nicht jeden Tag durch die Idylle radeln, dass war mir schon klar, aber ein bischen mehr optische Abwechsiung hätte hier oben im Norden dem Ostseeküstenradweg gut getan.

Wenige Highlights an dem Tag waren eine Mühle in Eiling kurz vor Frederikshavn, einige alte Häuser in den historischen Gassen von Saeby  und eine Bootsvermietung im kleinen Ort Voersa, die ganz nett aussah.

Etwas abgekämpft von dem strammen Gegenwind erreichte ich um kurz vor 14:00 Uhr den Campingplatz in Asaa. Er ist sehr schön angelegt, ansonsten ist in dem Ort aber nicht viel zu sehen. Bin sehr gespannt, wie es auf dem, Ostseeküstenradweg weitergeht. Ich denke aber, dass die wirklichen Highlights noch kommen werden.