Über den Col de la Colombiere und Col de Aravis

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
01.07.2002 67 135 2.000 3.200 Camping

 

Morgens fuhren wir kurz erst noch einmal in den Ort hinein um uns mit den notwendigen Lebensmitteln einzudecken. Danach radelten wir direkt wieder am Campingplatz vorbei in Richtung Cluses. Die Erhebung zwischen den beiden Orten Taninges und Cluses hatten wir bei der Planung übersehen. Keine gewaltiger Anstieg aber immerhin 120 Höhenmeter, die unser Gesamttagesergebnis auf 1935 Hm ansteigen ließ. Wir fuhren zügig durch den Ort hindurch. Hinter Cluses schlängelt sich die Straße am Fluss entlang bis zum Ort Le Reposoir. Das Ortseingangsschild war prächtig mit Blumen eingerahmt. Nach dem Ortsausgang wurde es steiler. Wir mussten ständig Anstiege bis zu 12% bewältigen. Hinter der letzten Kehrengruppe konnten wir die Passhöhe des Col de Colombier schon von weitem sehen. Die Steigung ließ aber absolut nicht nach. Wir mussten uns eingestehen, dass wir den Pass etwas unterschätzt hatten. 1250 Hm sind normalerweise kein Problem. An dem Tag waren wir auf jeden Fall froh oben anzukommen. Auf der Passhöhe gönnten wir uns dann zur Regeneration eine halbstündige Pause.

Bei nach wie vor hervorragender Wetterlage war die Abfahrt nach Le Grand Bornand besonders schön. In St. Jean de Sixt entdecken wir den kleinen Col St. Jean de Sixt, der auf unserer Michelinkarte gar nicht eingezeichnet war. Zwischen St. Jean de Sixt und La Clusaz besitzt die Straße schon fast Hauptstraßencharakter. Glücklicherweise ist dieses Teilstück nicht sehr lang. Danach wurde es ruhig. Die Straße zieht sich durch Wiesen hindurch in langgezogenen Kehren hinauf zum Col de Aravis. Kurz hinter dem Abzweig zum Col de la Croix Fry, kochten wir uns an einem Bauernhof eine Championcremesuppe. Uns ging es mal wieder gut. Erstaunlich war es mal wieder feststellen zu müssen, wie kräfteaufbauend eine warme Suppe mit einer Prise Salz sein kann. Nicht unbedingt ein kulinarisches Highlight, aber mit großer Wirkung. Die letzten 250 Hm zum Col de Aravis waren danach auch schnell geschafft. Nach ein paar langgezogenen Kehren standen wir plötzlich auf der Passhöhe. Oben angekommen fiel uns sofort die kleine Kapelle auf. Gewundert haben wir uns auch über den Rummel dort oben. Es gab einfach alles dort oben, angefangen vom einfachen Souvenir-geschäft, über den Verkauf von Rinderfellen bis zu einem Wasserbecken in dem Fische gezüchtet, bzw. zum Verkauf angeboten wurden. Auf der Abfahrt stellten wir sofort fest, dass die Abfahrtsseite eine tolle Straßenführung besaß. Beginnend mit zunächst sehr viele kleinen Kehren fuhren wir im Anschluss immer an einer tiefen Schlucht entlang.

Den Ort Flumet erreichten wir erst um 19:00 Uhr. Der Campingplatz liegt etwas außerhalb des Ortes an der Straße nach Megeve, also nicht direkt in unserer Fahrtrichtung. Den noch verbleibenden Abend verbrachten wir in einem Restaurant in Flumet. Zum ersten Mal auf dieser Tour regnete es leicht. Auch die Nacht über hörten wir es immer mal wieder leicht tröpfeln.