Die ersten Pässe. nicht allzu hoch, dafür aber drei

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
30.06.2002 68 68 1.200 1.200 Camping

 

Wir verließen den Campingplatz um 08:45 Uhr. Da der Platz keinen Supermarkt besaß, kauften wir das Baquette in einer Boulangerie vor dem Ort. In der Innenstadt von Thonon bekamen wir dann auch noch unser Wasser für die Fahrt. Überall herrscht sonntägliche Ruhe. Die Straßen in Richtung Col de Cou (1116 m) führten durch einen angenehm schattigen Wald. Autos überholten uns nur sehr wenige. So konnte es weitergehen. Die Steigungen wechselten nur geringfügig zwischen 4 und 7 %, so dass wir ohne lange Pausen einlegen zu müssen zügig vorankamen. Zwischendurch hatten wir immer wieder einen wunderschönen Rückblick auf den Genfer See. Auf der Passhöhe gibt es eine Restauration. Dort saßen wir ziemlich lange in der Sonne und tranken unseren Milchkaffee. Wir hatten Zeit, es war noch Vormittag. Der Ort Habere Poche liegt nur gut 150 m tiefer auf einer Höhe von 945 m. Den Col de Terramont in 1098 m Höhe zu erreichen konnte also nicht das große Problem sein.

Den Col de Jambaz mussten wir überhaupt nicht hinauf, wir bekamen ihn quasi auf der Abfahrt geschenkt. Megevette erreichten wir durch ein langgezogenes Tal. Im Ort bogen wir links ab und fanden eine tolle Wiese, ideal für unsere Mittagspause. Kurze Zeit später köchelte unsere Griesklöschensuppe auf dem Kocher. Der Tom de Savoir schmeckte vorzüglich, uns ging  es einfach gut. Um 13:40 Uhr begann das Fußballweltmeisterschaftsendspiel Deutschland gegen Brasilien. Wie es ausging wissen wir heute, Brasilien wurde Weltmeister.

Uns interessierte aber mehr unsere Radtour. Auf einer kleinen Nebenstraße der D226 fuhren wir durch leicht hügeliges Terrain weiter nach St. Denis, danach über Mieussy links ab weiter in Richtung Taninges unserem heutigen Zielort. Der Campingplatz liegt an der Straße nach Cluses, also direkt an unserer Route. An der Rezeption mussten wir insgesamt 6, -Euro bezahlen, für zwei Personen und Zelt nicht gerade zuviel. Auf der Fahrt in Richtung Süden konnten wir bereits die ersten eisgepanzerten Berge sehen. Um ca. 17:00 Uhr rafften wir uns auf um im Ort ein wenig zu essen. Es war nicht so einfach ein ruhig gelegenes Lokal zu finden. Schon bei der Fahrt durch den Ort zum Campingplatz war uns aufgefallen, dass es im Ort Kirmesrummel gab. Nicht nur die Suche nach einem ruhig gelegenen Restaurant gestaltete sich schwierig, das von uns ausgewählte Restaurant öffnete zudem erst um 19:30 Uhr. Die Zwischenzeit bis zum Abendessen füllten wir damit aus, am Campingplatz unsere Tagebücher zu schreiben. Satt wurden wir aber im ausgewählten Restaurant durchaus noch. Am Abend teilte uns meine Frau mittels Handy noch mit, dass die Weltmeisterschaftspartie Deutschland – Brasilien für uns mit 0:2 negativ ausgegangen war. Wenn ich ehrlich bin, hat uns das aber nicht wirklich „umgehauen“. Unsere Radtour war uns viel wichtiger.