Über den Puerto de la Ragua (2.038m) nach Süden

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
04.07.2005 80 400 1.340 7.640 Camping "Municipal"

 

Um 07:20 Uhr werde ich wach. Ich muss ja nur wenig packen und die Radtaschen sowie Fahrrad eine Etage hinuntertragen. Unten an der Rezeption muss ich noch eine viertel Stunde warten, den Frühstück (desayuno) gibt es erst ab 08:00 Uhr. Ich nutze die Zeit um einige Fotos vom Hotel zu machen. Um 08:30 Uhr dann der Start in Richtung Jerez del Marquado. Danach die leicht ansteigende Weiterfahrt über Lanteira, Alquife nach Calahora. Calahora besitzt eine skurrile Besonderheit. Auf einem Hügel oberhalb des Ortes steht eine eigentümliche Burg. Dicke Mauern zeigen, dass sie wohl mal für Festungszwecke gebaut wurde. Ungewöhnlich wirken die Halbkugeln auf den vier Türmen. Die Burg stammt aus dem 16. Jahrhundert und erinnert an die maurische Architektur. Gehört hat sie einmal dem Markgrafen Rodrigo de Mendoza, der sie als Wohnsitz nutzte.

Hinter Calahora kurz vor Ferreira geht es hinauf in die Berge. Das Schild mit dem Hinweis auf den Puerto de la Ragua weist darauf hin, dass mir ein paar Höhenmeter bevorstehen. Die rund 800 Höhenmeter lassen sich aber mit gleichförmiger Steigung leicht befahren. Um 12:15 Uhr bin ich oben. Während es morgens noch bewölkt war, verziehen sich die Wolken über den Mittag hinweg vollständig. Auf der Passhöhe gibt es ein großes Restaurationsgebäude. Ich fahre aber nach dem Passfoto zügig nach Bayárcal hinab. Kurz hinter der Passhöhe gibt es einige Grillplätze. Man durchfährt quasi eine Wiese mit einem Bach, in dem doch tatsächlich Wasser fließt. Kühe mit Glocken um den Hals erinnern ein wenig an bestimmte Alpenregionen. Hinter Bayárcal gibt es noch zwei drei kleiner Anstiege zwischen 50 und 70 Höhenmetern bevor man die Orte Paterna Del Rio sowie Láujar de Andarax durchfährt. Der Campingplatz „Camping Municipal“ in Fondon hat zwar für Zelte nur einen sandigen Felsuntergrund, aber ebenfalls einen schönen Pool mit für hiesige Verhältnisse gut erhaltener Liegewiese, die sichtbar regelmäßig gewässert wird.

Schnell geduscht und ab in den Pool, Tagebuch schreiben auf der Liegewiese, so verläuft der ruhige Nachmittag. Ein richtiges Restaurant haben sie hier nicht. Einige Trennwände trennen die Räumlichkeiten der Bar vom Tischbereich des Restaurants. Aufgrund dessen ist es ziemlich laut beim Essen. Der Preis, 6,- Euro für die Nacht,  liegt an der untersten Grenze der Campingplatzgebühren in Spanien. Langsam machen sich Gedanken hinsichtlich der Heimreise breit. Morgen der letzte eigentliche Radfahrtag zurück nach Roquetas de Mar.