Durchs Etschtal zur Martelltalstr.

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
04.09.2005 104 175 1950 3950 Camping Mals

 

Morgens herrschte sehr schnell Aufbruchstimmung. Viele der Reiseradler hatten noch eine anspruchvolles Tagesprogramm vor sich, der eine mit dem Zug, andere wiederum noch einige Kilometer und Höhenmeter mit dem Rad. Robert und ich hatten uns ja noch den recht anspruchsvollen Anstieg über die Martelltalstraße vorgenommen. Schon beim Öffnen des Zeltes war eines klar. Das wird ein toller Tag, schönes Wetter, keine Wolke am Himmel. Was sollte noch schief gehen ?

Die Fahrt durchs Etschtal wunderschön über Nebenwege auf dem Etschtalradweg über 350 Hm hinab bis zum Abzweig auf die Martelltalstr. war ein Genuss. Immer wieder durch Obstplantagen in denen die Früchte ein praktisch einluden einmal hineinzubeißen. Die ersten Kilometer auf der Martelltalstr. sind optisch nicht sehr ansprechend, die Straßenführung schlängelt sich durch eine Talschneise, mit Ausnahme einer schönen Kapelle wenig Spektakuläres. Danach noch vor dem Zufritt-Stausee wunderschöne kleine Kehren, während die Staumauer in der Ferne bereits zu sehen war. Durch den Wald kurbelten wir uns bei 14 % -Steigung hinauf. Robert sah ich eine kurze Zeit  nicht mehr, weil er mit seinem Rennrad immer etwas schneller unterwegs war als ich mit meinem Trekkingrad. Auf der Staumauer trafen wir uns kurz danach wieder. Links von uns ein Schlund durch den das Wasser abgelassen werden kann. Am Stausee entlang schlängelte sich die Straße relativ eben weiter bis eine weitere Kehrengruppe mit ebenfalls ca 14% uns bis zum Endpunkt der Martelltalstr. führte. Hinter einem Schild auf dem der Hinweis stand, dass die eigentliche Straße hier endet, machte die Straße noch einen engen Linksknick über eine Holzbrücke. Dann war die Fahrt aufgrund eines Schlagbaumes beendet. Kurz vor der Brücke steht „Rudi´s Würstchenbude“. Schnell entschlossen bestellten wir uns eine Pommes mit Currywurst und hatten Glück. Wir waren uns einig schon lange keine so gut schmeckende Currywurst gegessen zu haben. Die dazubestellte Cola bekamen wir nicht aus einem Elektrokühlschrank sondern aus einem draußen vor der Wurstbude befindlichen Wasserbassin. Ständig lief dort naturgespeist eiskaltes Wasser hinein.

Die Abfahrt ging rasend schnell, besonders auf dem langen Stück zum Schluss ließen wir die Fahrräder einfach laufen. Auf der Rückfahrt über den Etschtalradweg hatten wir ein Schild entdeckt, auf dem das Höhenprofil der von uns befahrenen Strecke dargestellt war. Klasse gemacht. Die 350 m hinauf zurück nach Mals über knapp 30 km wurden auch noch locker absolviert. Den Campingplatz in Mals erreichten wir nach 104 km und 1950 Hm um ca. 17:30 Uhr. Den Abend verbrachten wir überwiegend mit dem Packen um tags darauf früh nach Hause starten zu können.