Mit dem Ringstraßenbus nach Akureyi

Datum Km Σ Km Hm Σ Hm Übernachtung
11.08.2008 0 52 0 300 Camping Akureyri

  

Mit dem Ringstraßenbus nach AkureyriUm 07:00 Uhr kam endlich Leben in die BSI Busstation. Der Schalter für den Fahrkartenverkauf öffnete und die ersten Touristen und beruflichen Pendler räkelten sich müde auf den Sitzen. In der Busstation gibt es ein Cafe, in dem ich mir vor der Abfahrt noch ein kleines Frühstück gönnte. Anschließend kaufte ich erst einmal die Fahrkarten. Die Karte für die Strecke von Reykjavik nach Akureyri kostete 7.900 ISK (398 km), die Karte für das letzte Stück von Akureyri zum Myvatn-See 2.500 ISK (106 km). 10400 ISK in Summe entsprachen im August 2008 ungefähr einem Gegenwert von 85 Euro.  Eine zusätzliche Gebühr für mein Rad oder Hänger musste ich nicht entrichten, insofern fand ich den Preis in Ordnung.

Ab 08:00 Uhr füllte sich die Busstation merklich mit Touristen, weil von dort nicht nur die Ringstraßenbusse starteten. Reykjavik Excursions war eine Busgesellschaft, die vom selben Gebäude aus ihre Islandrundfahrten organisierte. Von dem zentralen Punkt in Reykjavik konnte man fast jeden Punkt Islands erreichen. Beliebt waren natürlich die Fahrten zum Geysir, zum Gullfoss und nach Landmannarlaugar. Ich schob mein Gespann nach draußen, drehte den Lenker des Rades und bugsierte das gesamte Gepäck vorsichtig in den Laderaum des Busses.  Das Rad kam dabei flach auf dem Boden zu liegen. Der Bus war bei der Abfahrt nur mit 16 Personen besetzt. Ideal, so konnte ich mich auf der Rückbank ordentlich breit machen und ein wenig ruhen. Immerhin hatte ich 36 Stunden nicht geschlafen.

Die Fahrt bis Akureyri zog sich über 6 Stunden lang hin. Immer wieder döste ich kurz ein ohne wirklich fest und erholsam zu schlafen. Den ersten Halt in Borganes bekam ich gar nicht mit. Erst als wir den Teil der von mir im letzten Jahr mit dem Rad befahrenen Strecke erreichten, wurde ich aufmerksamer und verlies bei der Pause in Varmahlid den Bus.  Im letzten Jahr hatte ich mich im dortigen Supermarkt mit Lebensmitteln eingedeckt. Diesmal lief ich ein wenig umher und sah in der Ferne den Campingplatz auf dem ich im letzten Jahr übernachtet hatte.  Erinnerungen an meine Tour 2007 kamen hoch während ich sah, dass die ersten Fahrgäste wieder den Bus bestiegen.

Bis Akureyri waren es dann nur noch knapp 100 km. Zügig fuhr der Bus den Pass Öxnadalsheidi hinauf, kurze Zeit später war bereits der Eyjafjördur zu sehen. An dem Fjord lag mein heutiger Zielort, die Hafenstadt Akureyri. Den Weg zum Campingplatz kannte ich noch vom Vorjahr. Auf dem Platz hatte sich nichts verändert. Zum Duschen musste ich weiterhin das nahe gelegene Schwimmbad besuchen und die Münzen durfte ich auch nicht vergessen. Ansonsten hätte ich leider nur kalt duschen können.

Den frühen Abend verbrachte ich noch mit ein paar Einkäufen und unterhielt mich mit einem sehr netten Ehepaar aus Reutlingen. Beide waren mit ihren Kindern und eigenem Wohnmobil auf Island unterwegs. Bereits um 19:00 Uhr kroch ich in meinen Schlafsack und fiel in einen 12-stündigen Schlaf. Einen Tag später sollte im Anschluss an eine kurze Bustour endlich meine Radtour beginnen und ich wollte unbedingt fit sein.